Antworten auf die Frage: „Warum machen wir das bloss“

( zuerst bitte den linken Teil und dann den Rechten lesen! )

Der Bote

Ich träumte, ich käme auf eine Wiese,
sonnenhell und würzig duftend,
ein kleiner Hund an meiner Seite.
Als wir schweigend dahingingen,
sah ich jenseits des blauen Bandes eines Flusses ein Feld,
wo die Geister von Tieren den Morgentau
auf glitzernden Mohnblumen kosteten,
im Sonnenlicht badeten
nach Schmetterlingen haschten.
Wir gingen weiter, bis wir an eine Felskante kamen,
von wo wir eine düstre Schlucht überblickten.
Blitze fuhren krachend über den Horizont
und beleuchteten eiserne Gefängnisse tief unten am Wüstengrund.
Ich hörte die Klagerufe gefangener Männer,
die Schreie von Frauen, die um Wasser baten
und inmitten beißenden Rauches
gegen die Abwesenheit des Lichtes aufbegehrten.
"Ist dies der Himmel?" fragte ich.
Der Hund nickte ein "Ja",
und als wir um eine Biegung des Weges kamen,
sah ich vor uns einen wundersamen Garten,
umgeben von einem dunstigen Schein,
und dort lagen Tiere und Kinder zwischen den Blumen.
Eine kühle Brise brachte die Blätter zum Rascheln,
und über allem schwebte eine Aura von Schönheit und Frieden.
Bevor ich fragen konnte, antwortete er:
"Das waren Ihre Peiniger."
Wir schritten weiter,
bis uns der Klang von Lachen und Musik begrüßte,
und wir kamen auf einen Dorfplatz,
wo sorgenfreie Frauen, Kinder und Männer Spiele spielten
oder Arm in Arm gingen.
"Sie sind glücklich", sagte ich.
Er stimmte mir zu und antwortete:
"Diese hier waren ihre Retter.
Sie sind über allen anderen gesegnet."
"Ist auch dies der Himmel?" fragte ich.
"Ein in Ehren gehaltener Ort" sprach er, "für die;
die auf Erden schon die Hölle durchgemacht haben  -
die an Vernachlässigung, an Folter starben,
ungeliebt, ungewollt und verlassen."
Ich verbrachte einige Zeit bei ihnen, bis ich erwachte,
in einem neuen Frieden gebadet.
Denn was immer dieser Erdentag bringen mochte,
ich wusste, dass keine unrechte Tat ungesühnt bleibt
und auch kein rettendes Erbarmen ohne seinen Lohn.
          Ich drückte meinen kleinen Hund enger an meine Brust
        und segnete ihn als Boten der Wahrheit und er Liebe.

Hundeliebe

Du willst also ins Tierheim? Das ist aber gefährlich!
Es bleibt nie bei einem Hund – seien wir doch mal ehrlich...
Einer ist gar nichts – ein zweiter muss her,
ein dritter ist einfach – ein vierter nicht schwer.
Ein fünfter erfreut Dich, mit einem sechsten wird´s geh´n –
ein Haus voller Hunde macht das Leben erst schön!
Die Blumen sind tot – der Rasen ist hin...
Das ist der Trott – bald ist man bankrott!
ist es das wirklich wert? Was machst Du da bloss?
Doch da kommt Dein Liebling – legt Dir den Kopf auf den Schoss..
Sein Blick wärmt Dein Herz und um nichts in der Welt
gäbest Du einen her – was bedeutet schon Geld??
Warum nicht noch einen – Du traust Dich, nicht wahr???
Sie sind wirklich bezaubernd – aber mein Gott – all das Haar...
Sabbermäuler in der Küche – das findest Du nett?
Sie hören aufs Wort und sind gar kein Problem
und wenn´s noch einer mehr ist – es wird schon noch geh´n!
Die Winter sind nass, dass es einen oft graut,
alle Hunde sind schmutzig – die Böden versaut...
Viele Tage sind grässlich – manchmal schreist Du im Haus
denn die Hunde auf dem Sofa – sie wollen nicht raus!
Die Möbel sind staubig – die Fenster nicht klar,
der Boden ist schmutzig, das Sofa voll Haar!
Der Haushalt, er leidet und kommt viel zu kurz
Schlammpfotenspuren sind unseren Lieblingen schnurz...
Zeit wird sich schon finden für Besen und Mop...
die Hunde, die Sorgen..
die Arbeit, die Spannung, die Gedanken an morgen..
Es muss wohl was wert sein, und es muss Dir was geben,
denn sie lieben Dich alle, die Hunde in Deinem Leben!
Alles hat sich verändert – nichts ist mehr gleich:
Es gibt kaum ein Limit – dem Himmel sei Dank!!!
Ihre Zahl zu verringern? Der Gedanke macht krank!
Ein jeder ist anders, Du weisst, wer da bellt
Ist das Futter auch teuer und der Tierarzt will Geld...
Die Familie bleibt weg, Freunde lassen Dir Deine Ruh,
Du kennst nur noch Leute, die so leben wie DU!
DOCH DU LIEBST DEINE HUNDE UND DEINE SEELE IST REICH!