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Früher gehörte es einfach zum Landleben dazu, dass einer, der viel Land hatte, auch ein Pferd hielt. Wenn jemandverantwortungsvoll den Tieren gegenüber handelt, dann weiss er, dass Pferde in Gesellschaft gehalten werden sollten und dann gibt man ihm ein zweites Pferd, einen Esel oder aber auch Schafe dazu. Die Zeiten haben sich bekanntlich geändert - ein Pferd, gut gehalten, kostet Geld, will gutes Heu, Zusatzfutter, weil unsere Wiesen sehr wenig hergeben, der Hufschmied muss regelmässig kommen, im Sommer sind die Tiere geplagt von den Fliegen, so dass es auch hier Mehrarbeit gibt - wenn man sein Tier liebt! Das älter werdende Pferd kann schnell krank werden und der Pferde-Tierarzt kostet Geld. Wie oft haben wir erlebt und gehört, dass Pferde ganz schnell abgegeben werden, wenn sie nur die geringsten Kosten verursachen. Viele Menschen entwickeln keinen so grossen Kontakt zum Pferd, sehen es eher als einen "Rasenmäher" , haben keine Ahnung, dass schlechtes, muffiges Heu krank macht, sehen nicht die Anzeichen einer Kolik, lassen nie die Zähne des Pferdes untersuchen oder gar reparieren, sondern wenden sich mitleidslos an einen der "Händler". Dieser hat viele Möglichkeiten, das Pferd los zu werden: ist es schön, jung, zugeritten, dann findet er vielleicht noch einen Reiter, der es kauft für sich oder die Kinder. Ist das Pferd schwanger, gibt es diverse Möglichkeiten, es an die skrupellosen Menschen zu verkaufen, die Kosmetika herstellen, im besonderen vom EMBRYO! Das alte Pferd, auf das wartet nach wenigen Tagen der grosse Wagen, auf den es getrieben wird - und es kommt zum Schlachthof. Der Schlachtpreis ist gut, denn in den letzten Jahren ist der Verzehr von Pferdefleisch erheblich gestiegen. Als Resultat der verschiedenen Rinder- und Geflügelkrankheiten und aufgrund der weit verbreiteten Lüge, dass Pferdefleisch blutlosen Menschen und vor allem Kindern wieder zu Gesundheit und guten Blutwerten verhilft. So ist es für uns jedes Mal eine Tortur, wenn wir zu einem der Händler fahren, die Vielzahl der zum Schlachten vorbereiteten Tiere sehen und uns doch nur für EINEN entscheiden können. Schwer zu verstehen, dass Menschen den schönen, stolzen Tieren so wenig Gefühl entgegen bringen, denken, man könne mit ihnen so verfahren, wie verbrauchten Sportgeräten. Unsere Pferde haben alle ihr Handicap, sie waren nicht mehr gut genug zum Galoppieren, zum Springen, zu alt zum Reiten - und der Esel ist nicht von reiner Rasse und männlich und sollte deshalb gemetzgert werden. - Welche Freude für uns, sie täglich zu sehen, die DANK EUCH ihr Leben in Freiheit machen dürfen, ohne in Manegen herum getrieben zu werden, ohne am Zaumzeug gerissen zu werden, ohne Reiter, die sich ohne Sensibilität durch die Gegend schleppen lassen. Welche Freude, dass sie noch ein paar Jahre bei uns in Frieden leben können.
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