Einzelschicksale

Wie unsere Tiere vorher leben mussten, welche Krankheiten sie durchstehen, und unsere Tiere mit Handikap und deren weitere Entwicklung wollen wir euch hier zeigen.


BERTA

Unsere liebe BERTA hat in der letzten Zeit auf den Spaziergängen immer schon nach kurzer Zeit stark und laut zu atmen begonnen. Um Sicherheit zu erlangen, was es denn sein könnte, besuchten wir einen Herzspezialisten, der für einen Tag in der Praxis von Dr. Guidoni (Grosseto) seine Hundevisiten abhielt. „Das Herz ist es nicht“ sagte er, und kontrollierte noch mit seinem Ultraschallgerät den Rachen/Schlund von BERTA. In diesem Bereich meinte der Doktor sollen wir noch eine Untersuchung mit dem Endoskop machen lassen, denn hier scheint die Ursache für Bertas Beschwerden zu liegen. 

DONNA

Das eine Knie von DONNA in Nahaufnahme. Die große Narbe lässt die komplizierte Operation am linken Knie erahnen. DONNA hat die OP gut überstanden und benutzt den Fuß auch schon wieder vorsichtig.   Im Dezember 07 zeigte sich das DONNA nach der ersten OP wieder deutlich weniger Freude an den Spaziergängen hatte, und schlechter auf den Beinen war. Eine erneute Untersuchung ergab, dass jetzt auch das rechte Knie die gleiche OP erforderte - auch hier Kreuzbandriß.   Hier seht ihr DONNA ca. 12 Tage nach der zweiten OP am rechten Knie auf der Fahrt zu Dr. Guidoni zur Nachkontrolle. Die Narbe verheilt bestens und DONNA ist auch schon wieder besser auf den Beine, da schmerzfrei!  

DUNA

DUNA nach ihrer Augen-OP, deutlich sind die Fäden an den unteren Augenliedern zu sehen, die noch etwas angeschwollen sind. Die OP ist erfolgreich verlaufen, DUNA läuft sicherer am Cupiloni und lässt sich trotz ihres Alters wieder (zum ersten Male in Ihrem Leben?) zum Spielen animieren. Ihre Sicht hat sich nach der OP etwas verbessert. Sie bekommt von uns täglich mehrmals die Augen gesäubert, da sich leider weiterhin ein Sekret bildet und die Sicht nimmt. So bekommt DUNA wohl weiterhin Zeit ihres Lebens Augentropfenund Augensalbe von uns verabreicht, und sich diese Prozedur geduldig gefallen läßt. 

FRANCESCA

FRANCESCA findet fast den ganzen Tag Aufmerksamkeit durch alle anwesenden Menschen und Tiere - z.B. Katzen lieben es bei ihr zu schlafen. Je nach Wetter darf sie auch nach draußen, so erhält sie verschiedene Eindrücke. Mit ihrer eingebundenen Pfote und mit ihren Augen zeigt sie einem genau, dass sie diese Zuwendung auch erwünscht.  
So sah FRANCESCA noch vor wenigen Wochen aus, als sie auf der Strasse gefunden wurde.  In diesem Zustand wurde FRANCESCA zu Dr. Guidoni in die Klinik gebracht.  Die Augen von der armen FRANCESCA sagen alles. Wir versuchen ihr zu helfen!
Das ist der Hund mit der Geschichte, gefunden in Calabrien, nach Rom gebracht von Tierschützerinnen in eine Klinik. Dort wurde er untersucht, oberflächlich und dann weiter geschickt, der Arzt weigerte sich, einen "solchen" Hund anzufassen.
Schliesslich gaben wir Ihnen die Erlaubnis, ihn zu Dr. Guidoni zu bringen. Dort ist sie jetzt, es gibt viele Untersuchungen zu machen - auch Dr. Lari sagte mir heute, er hat selten einen Hund in diesem Zustand gesehen. ABER: sie isst, macht ihr Geschäft und hat LEBENSWILLEN!!! Wir werden sehen, ob wir all die schlimmen Dinge, die sie durch zu stehen hat, überwinden können! Sie hat auch eine Fraktur des Hinterbeins, die irgendwo in Calabrien verkehrt operiert worden war und nochmals operiert werden muss.  

FRISEE

FRISEE musste sich leider einer kleinen OP unterziehen, in der ihr einige ihrer Zähne gezogen wurden. Ihre Zunge soll durch einen Defekt der Nerven leider auch zukünftig seitlich aus dem Maul hängen. Unsere kleine FRISEE springt und bellt (fast) genau so wie vorher.  

LEOPOLD - Boxerino

Im November 2007 besuchte uns auch Laura, die uns gebeten hatte LEOPOLD bei uns aufzunehmen. Denn sie weiß, dass für die Tiere alles zu deren Wohl bei uns unternommen wird. Neben dem Körperwachstum der letzten Monate ist auch das rechte Auge von LEOPOLD größer geworden. 
Trotz der Behinderung von LEOPOLD merkt man diese kaum im Umgang mit seinen anderen sehenden Freunden, und wie ihr hier seht stürzt er sich wie jederer anderer Welpe mit vollem Einsatz in ein Spiel mit LILLI. RECHTS: LEOPOLD eilt wie alle anderen zum Zaun, wenn man von den Hundewächtern gerufen wird - wie er im Nov. 2007 schon gewachsen ist! Bei den 2 täglichen Spaziergängen orientiert er sich an den anderen Hunden. Auch wenn es auch sehr, sehr bedauerlich ist, dass unser LEPOLDino nichts sehen kann, so denken wir doch, dass er Freude am Leben hat.  
Unser Boxerino LEOPOLDino, wie er liebevoll gerufen wird und darauf auch gut reagiert, war am vergangenen Donnerstag bei zwei Tierärzten. Am Morgen war er nicht so lustig wie sonst, wollte nicht gut essen und das weniger geschwollene Auge tränte. Wir hatten Angst, es könnte ausgelaufen sein. Die erste Untersuchung beim "normalen" Tierarzt brachte die Beruhigung, dass dies nicht der Fall war. Aber trotzdem - er gab uns den Rat, zum Spezialisten zu gehen. Und der war glücklicherweise gerade an diesem Tag in Grosseto, aus Rom kommend.   LEOPOLDino wurde eingehend untersucht, die Augen eingespritzt, mit der Lampe abgesucht - es wurden kleine Geschwüre auf einem Auge entdeckt - aber die Diagnose insgesamt war für uns, die wir immer noch hoffnungsvoll waren, niederschmetternd. Leopoldino ist blind und bleibt es auch. Wir bekamen Salben und Tropfen, um die kleinen Erhebungen zu eliminieren - mehr, so sagte der Doktor, kann man nicht tun. Ihm das Leben so schön wie möglich machen. Der Tierarzt war selbst voll des Mitgefühls und liess uns am Ende nur einen kleinen Betrag bezahlen. Die ganze Heimfahrt schlief Leopoldino erschöpft - zu Hause angekommen war das Gröbste vergessen, als er alle seine Freunde traf - tröstlich für uns!  
Vor wenigen Tagen rief eine Frau mit südländischem Temperament von Sizilien aus bei uns an, um zu hören, wie es "Boxerino" LEOPOLD bei uns geht. Und wir wiederum wollten gern wissen, WARUM Leopold sein Augenlicht verloren hat. Ein Freund jener Frau züchtet - schwarz natürlich - Boxer. Einmal im Jahr!! also viel zu oft, bekommt die Boxer-Mama Junge. Im Juli waren es 10 Kinder, drei starben sofort. Boxerino war der schwächste von allen, er hatte kein gutes Haarkleid, war zu schwächlich, um gut bei seiner Mutter zu trinken und auch später hat er nicht gut gegessen. Die Anruferin hatte Boxerino zu sich genommen, um ihn, wie sie sagte "aufzupäppeln". Da sie wenig Geld hat, machte sie es so gut sie es wusste und konnte. Als Boxerino auch noch eine Augenentzündung bekam, ging sie mit ihm zum besten Tierarzt ihrer Region. Er verschrieb dem Hund Antibiotika in Tropfen zum Einnahmen und Augensalbe. Bei einem so kleinen Tier hätte eigentlich der Tierarzt nicht nur die Behandlungsdauer vorschreiben, sondern auch den Verlauf der Behandlung überprüfen müssen. Als die Frau sah, dass die Augen sich drastisch verschlechterten, ja, dass ein Auge direkt aus der Höhle hervor trat, ging sie wieder zu diesem Arzt. Er zuckte die Schultern und sagte "man könne nichts machen - ausser den Hund einschläfern". Per Internet suchte die Sizilianerin, die im zweiten Stock in einem Wohnblock wohnte einen Platz für Boxerino in der Hoffnung, dass vielleicht noch etwas zu retten ist. -
 
Wir haben LEOPOLD erst einmal zur Ruhe kommen lassen. Er isst vier - bis fünfmal am Tag mit gutem Appetit, bekommt Vitamine, spielt mit den anderen Hunden, fühlt sich geborgen zum Beispiel bei KIM, die ja selbst blind ist, er schläft, wächst, hat ein glänzendes Fell und fühlt sich, so denken wir, ganz glücklich. Seine Augen sehen besser aus, die Schwellung ist zurück gegangen auf dem linken Auge, das rechte tränt nicht mehr - ob er jemals wird wieder sehen können - das ist eine Frage, die wir heute noch nicht beantworten können. Wenn Boxerino ein bisschen grösser ist, dann gehen wir zum Spezialisten.....Die tierliebe Sizilianerin hat es sicher gut gemeint und im Übereifer dem Tierchen geschadet, der wahre Schuldige ist jedoch der Tierarzt!  
Dieses Bild wurde vor der Ankunft von LEOPOLD bei uns gemacht.  LEOPOLD wurde von Leuten auf Sizilien gekauft, die wenig von Hunden verstehen. Eine Augenentzündung wurde anscheinend völlig verkehrt und vor allem zu lange behandelt, so dass das eine Auge ein Loch bekam - irreparabel! Und das Auge quillt auch hervor, Leopold verliert damit sein Auge. In den nächsten Tagen gibt es eine grosse Visite bei Dr. Guidoni, wir werden ihn gut untersuchen lassen und dann einen Termin für diese OP ausmachen.   Der kleine LEOPOLD bewegt sich am Haus von Helga völlig frei, und orientiert sich sicher nach seinem Geruchs- und Gehörsinn. Hier geht er aber nicht besonders vorsichtig vor, sondern bewegt sich ziemlich schnell und scheint sich schon an die neue Umgebung irgendwie gewöhnt zu haben.

GIBT ES EINEN FREUND, DER DIE PATENSCHAFT FÜR LEOPOLD ÜBERNIMMT ???

SOGAR VIEL BESSER - LEOPOLD IST ADOPTIERT WORDEN –
SEHT SELBST!  

LILLI

Einen Leidensweg hinter sich hat auch die 5jährige??? kleinwüchsige, aber sehr hübsche Collie-Hündin LILLI. Sie kommt von einem Bauernhof, dort lebte sie zusammen mit einem Collie-Rüden, wahrscheinlich ihrem Bruder. Der Rüde war vielfach unterwegs und schwängerte die Hündinnen der Nachbarn. Diese zeigten den Bauern an, weil er seinen Hund dem Gesetz entsprechend nicht am Haus hielt. Die Veterinärbehörde machte zur Auflage, dass die Hunde am Haus zu halten sind. Da die Bauern - die grossen Landbesitz haben - wie immer kein Geld für einen ordentlichen Auslauf ausgeben wollten, kamen die beiden Hunde in ein ehemaliges Hühnergehege ca. 1 m x 1 m. Tierschützer baten darum, ein grösseres Gehege zu bauen - umsonst. Vor wenigen Wochen starb der Rüde, der den Schmerz über das Eingesperrtsein nicht ertragen konnte, an einem Herzinfarkt. - Die Bäuerin wollte daraufhin Lilli unbedingt los werden. - Als gestern morgen LILLI aus ihrem Gefängnis frei kam, sprang sie vor Freude meterhoch. - Lilli ist nicht kastriert. Sie war in den wenigen Jahren viermal Mutter geworden - die Kinder wurden an Nachbarbauern VERKAUFT - das war der Sinn, warum zwei Collies gehalten wurden. Lilli ist nun glücklich bei uns.
 
Silvia bedankt sich sehr herzlich dafür, dass wir LILLI aufgenommen haben, dass sie auf diese Weise nicht mehr in dem Gefängnis sein muss, in dem auch ihr Bruder SPILLO starb. Sie schreibt über die Situation in Rieti und Umgebung und bedauert, dass es den Tieren allgemein sehr schlecht geht.
Die Bauern, die LILLI hielten, haben auch zwei Ponys Mutter und Tochter. Die Mutter muss eine schwere Kalesche ziehen zum Vergnügen der Kinder, das Kind wollen sie abgeben - für 500.-- Euro.
Es stand die nicht ausgesprochene Frage dahinter, ob wir das Pony-Kind aufnehmen können …
Gentilissima Signora Helga,
Le scrivo una mail perché non so se al telefono La disturbo.
Per prima cosa volevo dirLe che mi ha fatto molto piacere parlare con Lei. Laura mi aveva sempre parlato di Lei come di una persona speciale e veramente mi sono resa conto di quanto questo sia vero.
Volevo ringraziarLa infinitamente per aver accolto Lilli. Ho visto le sue foto sul sito e Le assicuro che mi allargano il cuore. Lilli viveva in un recinto per galline di un metro per un metro e, dopo la morte del suo compagno Spillo, in completa solitudine. Vederla correre mi riempie di gioia.
La ringrazio per aver dato anche a Lilli la possibilità di vivere.
Le avevo parlato anche della situazione del pony con il suo cucciolo. Ho chiesto ripetutamente ai signori se fossero disposti a cedere entrambi, come Lei mi aveva chiesto di fare, ma, nonostante le insistenze, ribadiscono la loro volontà di disfarsi del cucciolo per la somma di euro 500,00 ma non della madre che serve a far giocare i bambini e a portarli a spasso con un calesse pesantissimo.  

LINDA

Zu unserem Schrecken waren auf den Laken und am Boden um LINDA herum viele Spritzer von Blut, und die Hündin nieste unaufhörlich. Für den nächsten Tag machten wir gleich einen Termin bei Dr. Guidoni, denn unser Verdacht war das LINDA eine Granne in der Nase hat.  Mit einer kleinen Betäubung wurde LINDA in die Nase geschaut, und wirklich im rechten Nasengang war viel Sekret und Blut. Mit einer keinen Zange wurde LINDA von der großen Granne befreit, die durch ihre Wiederhaken nur weiter nach innen gewandert wäre. 

MARCO

Alessandra, die MARCO zu uns gebracht hat, schreibt, dass sie schon von anderen Tierschützerinnen gehört hat wie gut es bei uns ist, aber es sei sehr viel schöner, als einer sich das vorstellen könne. Sie sei gewöhnt, die Tiere in den Lagern zu sehen, in denen sie leiden und deshalb war es für sie eine grosse Freude, all die glücklichen Tiere zu sehen.
Wir freuen uns immer sehr, wenn Tierschützer unsere "Oase" loben.

Text von Alessandra:
Ciao Helga, non so come ringraziarti, si Marco ha un carattere molto dolce, hai notato che ha un solo dente canino? chissà l'altro che fine ha fatto.
Sia io che mio marito (in realtà è il mio compagno, non siamo sposati) siamo rimasti stupefatti dal rifugio e dalla tua casa, me ne avevano parlato benissimo altre volontarie ma è molto più bello di come uno riesce ad immaginare. Abituati poi qui a vedere animali che soffrono nei canili è stata una grande gioia vedere tutte queste creature felici!!
grazie ancora per Marco e per l'accoglienza che ci hai dato - baci - Alessandra e Andrea


MARCO wurde von einer Südtiroler Tierschützerin aus einem Lager (Bild links) mit 900 Hunden in der Nähe von Rom geholt und in eine Klinik (Bild rechts) gebracht. In der Hoffnung, dass der kleine, sympathische Volpino nach einer Behandlung einen Endplatz finden würde - und nicht mehr zurück müsste ins Lager.  
Aber es meldete sich niemand - MARCO hatte Leishmaniose, jung ist er auch nicht mehr, obwohl man ihm die Jahre nicht ansieht. Wir sagten den Italienern, dass durch NONNOs Tod ein Platz frei geworden ist. Und seit heute ist MARCO bei uns. Wie ihr auf den Fotos seht, wurde er gleich gut eingemeindet und von Trixie "herum geführt", damit er alles kennen lernen konnte! MARCO sucht einen Endplatz oder Paten!  

NERONE

Die alte "Heimat" von NERONE, und bis vor ca. einem Jahr lebte hier auch noch MORENO mit ihm.   Innenansicht der "Hundebehausung" mit Zementboden und kaum direktem Lichteinfall.   NERONE in seinen letzten Stunden vor seinem Auszug aus dieser "Höhle" und Umzug zu unserem Haus Cupiloni.  

PEGGY

PEGGY kam im September 2006 aus Sarajevo zu uns. Ihr Fellkleid zeigte viele Stellen ohne Haare, im besonderen dort wo sie unausweichlich über lange Zeit in Berührung mit dem Boden kommt.  An ihrem rechten Vorderfuß hatte PEGGY auch eine Hautwucherung, die nicht aufhörte zu wachsen und manchmal auch blutete. Mit der Zeit wurde der Wildwuchs so groß und schwer, das sie dies auch immer deutlicher bei ihren Bewegungen spürte.  Im Oktober 2007 entschieden wir uns, PEGGY von dieser Wucherung zu befreien. Auch hat sich in diesem Jahr bei uns ihr Fellkleid wieder völlig geschlossen und wieder an Glanz gewonnen. 

PERLA

PERLA ist im August schon wieder ein Jahr bei uns. Mittlerweile läuft sie, ja rennt sie auf drei Beinen, ist nicht mehr ängstlich, mit einem Satz, sie hat sich wunderbar eingelebt. Die Spaziergänge liebt sie, sie ist die erste, die um 6.45 anfängt zu bellen, die anderen möglichst aufzuhetzen, weil um 7 Uhr der Spaziergang beginnt. Sie isst gern und gut, von der Leishmaniose merkt man nichts mehr! Es ist für uns immer eine grosse Freude zu sehen, wie die ganz Armen auftauen und erst dann richtig ihr Hundeleben geniessen können.    
Fast vier Monate haben wir uns zusammen mit zwei Tierärzten bemüht, das stark verletzte Bein von PERLA zu erhalten. Es kam keine Heilung zustande, im Gegenteil, trotz aller Behandlungen waren Bein und Pfote rot und geschwollen, sie konnte den Fuss nicht aufsetzen, hatte Schmerzen. Manchmal zeigte sie wie ein Mensch verzweifelt den wehen Fuss...wir mussten uns zur Amputation entschliessen.   Diese wurde am 27.12.07 von Dr.Guidoni gemacht. Es ist logisch, dass es einige Tage Wundschmerz gibt, aber PERLA isst und trinkt und wirkt nicht verzweifelt.
Wir hoffen so sehr, dass sie nachdem die Wunde gut abgeheilt ist, innerlich und äusserlich, ihren Lebensmut zurück gewinnt, wieder spazieren gehen mag und lacht. Das kann sie nämlich!  
So hat Frau Carline Seiser PERLA abgebildet, und in dieser Qualität erhält jene(r) ein Bild der die Patenschaft für PIPPO oder Perla übernimmt. Zur Homepage von Carline kommt ihr über LINKS
Arme PERLA! Als uns die süsse kleine Hündin von Sardinien gebracht wurde, wussten wir nur, dass sie Leishmaniose und eine verletzte Pfote hat. Wir taten und tun alles, sowohl das eine, wie das andere zu kurieren. Durch eine Röntgenaufnahme hat sich aber jetzt heraus gestellt, dass die Verletzung an der Pfote leider keine Fleischwunde ist, die nach einer Zeit zuheilen könnte, sondern der Knochen des Beinchens ist in Auflösung begriffen. Das heisst im Klartext, Perla muss, damit sie keine Schmerzen mehr hat, das Vorderbein amputiert werden. Morgen treffen sich unsere beiden Tierärzte, um die unumgängliche OP zu besprechen. Perla, wie gern hätten wir dir - nach deinem ohnehin harten Leben auf der Strasse - weiteres Leiden erspart.
Bei all den Kosten, die nun schon für Perla aufgelaufen sind, bitten wir dringend um eine PATENSCHAFT!  
PERLA ist gestern von unserem beiden Tierärzten, Dr.Guidoni und Dr.Pieri operiert worden. Zunächst einmal wurden ihr zwei Zehen entfernt - die Ärzte hoffen, dass damit das Schlimmste, was ihr solche Schmerzen verursacht hat, beseitigt werden konnte. Perla muss mindestens 8 Tage brav sein und zumindest dann und wann den Halskragen tragen. Da auch ein Stück Haut transplantiert werden musste, darf sie wirklich NICHT zur "Selbstbehandlung" schreiten, sprich die Wunde lecken.
Uns schien es heute, als ob es ihr wirklich besser geht, sie war gut gestimmt, hat gegessen, aber der Verband, der gefällt ihr halt gar nicht. Hofft mit uns, dass alles gut geht!  
Jetzt heißt es alle 2 bis 3 Tage Verband wechseln, die Wunde desinfizieren und gut wieder einbinden. Auch wenn es hier noch schlimm aussieht, es bessert sich nur wenig von Mal zu Mal.  
Es gibt ja wohl kein unterschiedliches Liebespaar als PERLA und PIPPO. Wobei die Liebe, wie so oft, mehr von ihrer Seite aus geht. Er nimmt alle Avancen, die sie ihm macht, als normal hin, hat jetzt bei uns, viele andere Interessen und kümmert sich leider nicht immer um die Gefährtin der letzten Monate auf Sardinien. Da PERLA scheu ist, kommt sie - trotz der offenen Tür - nicht oder nur selten aus ihrem Auslauf heraus. Pippo hingegen, ganz nach Pinscherart lässt sich von jedem herzen und kosen, hat seinen Platz in der Küche gefunden, hat sich sofort in alle Herzen geschlichen.  Am Morgen geht PIPPO auch mit auf den Spaziergang, PERLA bleibt daheim - und weint. Helga versucht sie zu trösten, sie bekommt eine Extra-Schüssel mit etwas Feinem, das lenkt nur für Minuten ab - sie wartet auf ihn! Wenn er wieder kommt, dann MUSS er erst mal zu ihr in den Auslauf, damit sie beruhigt ist. Wenn sie ihn nur sieht, lacht sie, sie zieht die Lefzen hoch, ist total beruhigt und legt sich auf ihr Bett.  Ich schreibe die Geschichte so ausführlich, weil das Erlebnisse sind, die ich in 15 Jahren immer wieder mache: Hunde, aber auch Katzen, die im Leid sehr aufeinander angewiesen waren, kann und soll man nachher nicht trennen. Oftmals haben leider andere Menschen wenig Verständnis dafür.... vielleicht, weil sie nie erlebt haben, wie treu, wie beständig eine Tierseele ist.

Bild und Text zu PIPPO in unserer Übersicht der Hunde findet ihr über diesen LINK.  
Das Internet hat schon seine wirklich guten Seiten. Wir freuen uns immer, wenn noch so aussichtslose Fälle, die einem grossen Verteilerkreis zugänglich gemacht werden, dann doch nicht sterben müssen, auf gute Plätze kommen, oder zumindest von Pflege-Eltern aufgenommen werden.
Auch im Falle von PERLA und PIPPO, dem süssen Pinscher, bat die Betreuerin der beiden Strassenhunde dringend um einen Pflegeplatz - gemeinsam für beide. Denn sie hängen aneinander. PIPPO gibt der viel grösseren PERLA Halt und Stärke. PERLA ist krank, sie hat Leishmaniose, hatte Rickettsiose und noch dazu eine schlimm verletzte Pfote. Man konnte bis auf den Knochen sehen, ihr Fell ist schütter, und sie selbst ist äusserst zurückhaltend und schüchtern.  
Wir haben uns gemeldet, denn wer sonst nimmt FÜR IMMER zwei Tiere, die auf der Schattenseite des Lebens standen. Susanne machte die lange Fahrt mit den beiden zu uns übers Meer und nun gewöhnen sie sich langsam ein. PIPPO macht die Spaziergänge freudig mit, kümmert sich dann aber gleich liebevoll um seine Freundin, die nicht mit mag und heult, während er weg ist. Es braucht Geduld - jedenfalls, sie haben es gut bei uns. PERLA hat einen Paten dringend nötig, denn sie braucht eine länger angelegte Kur. Auch PIPPO würde sich über eine Adoption auf Distanz freuen, er ist ja schliesslich nicht mehr der Jüngste.  

PICCOLO

Auf der Fahrt mit der Hündin LISA zu Antonio hat Anna Mezzapesa auf der Strasse einen überfahrenen Welpen gefunden. Sie nahm ihn mit und wir sagten ihr, dass wir für den Hund sorgen. Seit gestern morgen ist PICCOLO in der Klinik unseres Veterinärs Dr. Guidoni in Grosseto.
Nähere Untersuchungen ergaben, dass der junge Hund alle drei Beine gebrochen hat, das vierte Bein hat eine Luxation. Der Welpe, ca. drei Monate alt, war achtlos am Strassenrand liegen gelassen worden, die Brüche sind nicht mehr ganz frisch. Zunächst einmal muss er behandelt und die grosse Infektion gestoppt werden - bevor man an eine OP denken kann.  
Die Brüche an den drei Beinen sind gut verheilt, und so erhält PICCOLO jetzt die Behandlung für die Luxuation an seinem 4. Bein. Es geht ihm mittlerweile so gut, dass er schon kleine Schritte und Erkundungen machen kann. Seht ein Bild hierzu Bitte, sprecht NICHT von EINSCHLÄFERN, NICHT WEGEN DER KOSTEN. Dr.Guidoni behandelt ihn kostenfrei! Und Schmerzen hat er keine, er bekommt alles, was ein verletztes Tier braucht - wir werden sehen, wie es sich entwickelt und entsprechend wird das Vorgehen des Arztes sein.
Wie viele andere im Süden wäre PICCOLO elendiglich am Strassenrand verendet. Niemand hatte Zeit und das Herz, anzuhalten! Fotos und weitere Informationen folgen zu beiden Hunden.  

ROCCO

Über dem linken Auge hatte ROCCO schon immer diese "Beule", doch in erst letzter Zeit hat sich diese weiterhin vergrößert. So wurde diese nun vom Tierarzt entfernt, und ROCCO wacht weiterhin über die Katzen. 

SOLOSOLETTO

Per Email suchten verzweifelte Tierschützer Plätze für Hunde, die in einem beschlagnahmten Tierheim Nähe Roms dem Tod entgegen siechten. Beschlagnahmt heisst zwar, dass schlechte Umstände ERKANNT wurden, aber noch lange nicht, dass sie auch UNVERZÜGLICH GEÄNDERT werden.
Wir entschieden uns für NONNO, so nannten wir den alten Opa - leider ist er schon von uns gegangen, mehr HIER - und SOLOSOLETTO einem gut mittelgrossen Rüden, der sich aufgegeben hatte, ein Zuhause zu geben.
Wenn ich es ihm bringe - geht er weg - er will mit Menschen nichts zu tun haben. Aber er isst - und er beobachtet - es tauchen nur die Augen aus der Versenkung auf, die alles betrachten. Was mag er denken über uns - er hatte doch eigentlich abgeschlossen mit den Menschen. Natürlich warten wir auf den Tag, an dem er auf uns zukommt! Von selbst!  

STEKKINA

STEKKINA wurde vor fünf Jahren als Junghund überfahren auf den Strassen Süditaliens, Nähe Taranto gefunden. Der dortige Tierarzt war mit der Situation überfordert, er hat den Fuss nur eingebunden - als STEKKINA zu uns kam, war nicht nur der Fuss, sondern das gesamte Bein eine rohe Masse. Unsere Tierärzte haben sich bemüht, das Bein von STEKKINA zu erhalten, sie wurde jeden zweiten Tag neu verbunden, gesalbt, massiert, immer in der Hoffnung, dass die Nerven auf diese Weise, die im unteren Teil der Pfote durchtrennt worden waren, wieder zusammen kommen. Leider war STEKKINA eine sehr schlechte Patientin - sie war trotz ihrer Behinderung ziemlich wild, so dass Verband und der Stock, der dem Bein Halt geben sollten, sich jeden Tag in Auflösung befanden. Sie war voll der Lebenslust und auch voller Übermut - als alle Kuren keine Besserung zeigten, mussten wir uns schweren Herzens zur Amputation entscheiden. Wir dachten, dass STEKKINA hinterher leiden würde, oder beeinträchtigt wäre. Nichts dergleichen - es war, als ob STEKKINA, nachdem das "schlimme" Bein endlich weg war, wie befreit war - von Schmerzen, und vor allen von den ungeliebten Behandlungen. Sie geniesst ihr Leben, wenn sie rennt, dann sieht niemand, dass dieser Hund nur 3 Beine hat.



SIRIO

Der alte Rüde SIRIO wurde jahrelang auf diese Weise im dunkeln gehalten. Er ist deshalb blind.   Er kann sich in dieser engen Höhle, wie man sieht, kaum umdrehen. Zu trinken hat er nichts, das schadet auch dem Augenlicht. Wir haben ihn aufgenomnmen 

SWEETY

Im Januar 2007 erhielt Helga einen Notruf aus Sarajevo. SWEETY war dort an Leishmaniose erkrankt und vor Ort fehlte es an der Erfahrung der Tierärtze sowie den nötigen Medikamenten, um die Hündin am Leben zu halten. Wir sagten zu, und Ivana ( Freiwillige Helferin von Fr. Goga ) setzte sich sofort ins Auto und fuhr zu uns in einem Rutsch durch. Ivana wusste SWEETY bei uns in guten Händen. SWEETY hatte offene Stellen um die Augen und an den Pfoten, sowie schon viele Haare verlohren, keinen Appetit und dehydriert.   Über mehrere Wochen besuchten wir unseren Tierartz Dr. Pieri täglich für eine Infusion und Medikamentierung. Und wirklich langsam zeichnete sich eine Besserung bei SWEETY ab, und die Symtome sind bis heute nicht wieder aufgetreten. Wir wünschen SWEETY noch eine lange gute Zeit bei uns!  

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