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Berichte von Besuchern
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Vier Pfoten zum Glück: Urlaub mal anders
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Faul in der Sonne liegen, Shopping-Touren und abends Saltimbocca alla Romana – so sah meine erste Urlaubs-Woche in Ligurien aus. In der zweiten Wochen stand dann Action, genauer gesagt tierische Action, auf dem Programm. Wir haben Helga von SOS Animali und ihre zahlreichen Hunde, Katzen, Vögel, Pferde und Kaninchen in der Toskana besucht. Auch wenn es viele nicht glauben können (oder wollen): Fell streicheln, Gassi gehen oder Kackerli beseitigen ist für uns mindestens genauso schön wie ein Strandurlaub. Es ist schon der dritte Sommer, in dem wir statt einem romantischen Weingut lieber das abgelegene Bergdorf Boccheggiano aufsuchen. Denn hier hat Helga zusammen mit ihrem Lebensgefährten Helmut ein Paradies für alte, behinderte und verletzte Tiere geschaffen. Damit Ihr, liebe Blog-Leser, eine ungefähre Vorstellung bekommt: Mehr als 200 Katzen und 80 Hunde leben unter dem Dach von SOS Animali – entweder im Bauernhaus Cupiloni oder bei Helga und Helmut zuhause. Klar, dass die beiden und ihr kleines Team über jede helfende Hand dankbar sind. Unser „erstes Mal“ 2005 werde ich nie vergessen: Zwar hatte ich mich theoretisch darauf eingestellt, jeden Tag um 6.30 Uhr aufzustehen und dann ganz für die Tiere dazusein. Doch die Realität holte mich schnell ein, als ich völlig übernächtigt beim Spazieren gehen um 7 Uhr und bei ca. 8° C samt Hund in einer riesigen Pfütze lag. Der Vierbeiner wollte weiter und ich – durchgefroren, dreckig und klitschnass – bekam auf einmal Zweifel, ob diese Art von „Urlaub“ wirklich eine gute Idee gewesen war. Doch dank Diana, Blamka, Wilma, Michelle, Fred, Fritz und den anderen Bewohnern von Cupiloni erledigte sich dieser Zweifel im Nu.
Die freudige Begrüßung, der dankbare Blick bei Streicheleinheiten, die Ausgelassenheit beim Spielen – die Tiere geben viel zurück. Dafür nimmt man auch gerne alles Mögliche in Kauf und will nach einer Woche in Boccheggiano nur eines: Nächstes Jahr wieder kommen. - Denise
Über diesen LINK kommt ihr zur Online-Seite der Rheinischen Post, wo der Bericht auch erschienen ist: http://www.rp-online.de/public/article/blog/tussi-report/579542
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Petra schrieb uns nach Ihrem Besuch im April bei uns: Am 17.12.06 hat ein Arbeitskollege meine Schwester und mich zu einer Weihnachtsfeier in einem privaten Tierheim Nähe Rom eingeladen. Er und seine Frau sind dort seit Jahren am Wochenende als freiwillige Helfer tätig. Wir waren entsetzt, der erste Eindruck war: Schmutz, Gestank, Lärm (wildes Gebell der Hunde und hysterisches Geschrei einiger Helferinnen), Chaos und Unordnung. Nach diesem Erlebnis haben wir lange (zu lange) erst einmal die Augen geschlossen und sind nicht mehr hingegangen. Dann im Sommer 2007, ich kann mich nicht mehr an den Grund erinnern, wollte ich meinem Freund dieses "Tierheim" zeigen. Und so fing es an, dass wir uns näher mit der ganzen Materie beschäftigt haben. Wir gingen nun an Wochenenden ins Tierheim, führen Hunde aus und versuchen welche zu vermitteln. Auf diesem Wege haben wir einen Hundetrainer und dessen Freundin kennengelernt (wir haben zusammen einen Mastino Napoletano mit unserem Auto nach Frankfurt gebracht) und bald festgestellt, dass wir alle eine andere Vorstellung der Hundehaltung haben. Seitdem sind wir dabei, uns zu informieren, über staatliche Hilfen, Finanzierungsmöglichkeiten, welche Voraussetzungen ein Grundstück erfüllen müsste usw. Bei meinen Recherchen und dem Versuch weitere Hunde auch nach Deutschland zu vermitteln kam ich dann über Fr. Hörl aus Österreich an Ihre Adresse. Schon was ich im Internet über SOS-Animali finden konnte hat mir so gut gefallen, dass ich es unbedingt selbst sehen wollte. Und ohne hier jemandem schön tun zu wollen kann ich nur sagen, dass wir ein kleines Paradies vorgefunden haben, welches meine Vorstellungen weit übertroffen hat. Selbst mein Freund, ein alter Skeptiker, war begeistert und mehr als angenehm überrascht. Aber wie kann sich auch einer vorstellen (vor allem hier in Italien), dass alle Tiere ohne Käfige, vor allem Hund und Katz, friedlich zusammen leben können? Und dass bei dieser Menge an Tieren weit und breit keine Hektik, keine Panik, kein Gestank und kein Durcheinander vorzufinden ist! Im Gegenteil, es herrscht eine Sauberkeit, ein Frieden, eine Ruhe und Ausgeglichenheit, die in meinen Augen rechtfertigen, von einem kleinen Paradies zu sprechen. Das einzig Traurige an der Sache ist, dass es derer viel zu wenige gibt!
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Besuch von RespekTiere
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Unsere Tierschutzfreunde - Wir sind Freunde mit unterschiedlichen Aufgaben, jedoch den gleichen Zielen - , mit denen wir seit gut einem Jahr kooperieren sind in Begleitung von Schweizer Tierschützern zu uns gekommen. Lest ihren Bericht über uns, freut euch an den schönen Bildern und schaut nach auf deren Homepage (unter LINKS), wie RESPEKTIERE sich bemüht, das Leid der Tiere zu mindern.
Eine Oase für Tiere
Diese Woche möchten wir gerne von einem ganz und gar wundervollen Erlebnis erzählen, einer Kurz-Reise, welche uns in die italienische Toskana geführt hatte. Sehr zu unserer Freude durften wir diese Fahrt gemeinsam mit einer mehr als liebgewonnene Tierschützerin aus der Schweiz bestreiten und wir möchten uns hiermit nochmals für die wunderbaren Stunden bedanken, welche wir auf diesem Wege zusammen erleben durften! Dort, inmitten der idyllischen Hügeln und Tälern, eingerahmt von lieblichen Wäldern, saftigen Wiesen und liebevoll in die Landschaft eingebetteten Steinhäusern, hat es vor nunmehr fast 20 Jahren die Familie Selzle verschlagen. Helga Selzle weint ihrer früheren Heimat Bayern keine Träne nach, wurde dort doch ein geliebter vierbeiniger Gefährte unmittelbar vor ihren Augen von einem grünberocktem Lustmörder getötet. Nicht zuletzt dieses traumatische Erlebnis sollte den Ausschlag für eine Wanderschaft geben; ein Schneeball, in Deutschland losgetreten, der zu Lawine wurde, welche erst in der Toskana zur Ruhe kam. Im Laufe der Jahre bauten Helga und ihr Mann Helmut dort an einem Traum, der zu Beginn wohl unerreichbar weit entfernt schien – an einem Paradies auf Gottes Erden, einem Platz, wo Tier und Mensch eine Einheit bilden, Barrieren zwischen den Arten unterbrochen werden, um zu einem Ganzen zu verschmelzen. Heute ist aus dem Traum Wirklichkeit geworden, harte und entbehrungsreiche Arbeit verfestigte einen anfänglichen Gedanken zum tatsächlichen Sein. Auf mehreren Hektar ursprünglichem Land ist so ein Tierheim entstanden, dass viel mehr ist als es diese Bezeichnung je beinhalten könnte – es ist ein Platz der Freude, eine Oase des Lebens, eine Insel, umgeben von rauer See, deren Küsten sich Wind und Wetter, Profitgier und Kapitalismus, wie stürmisch die auch immer sein mögen, entgegenstemmen; sicher verankert in einem Bett aus Liebe und tiefem Respekt vor der Schöpfung bahnt sich hier das Miteinander wie ein kristallklarer Fluss den Weg in die Herzen jener, die das selbe Glück wie wir haben und an diesem Ort herzlich Willkommen geheißen wurden. Hier haben mehr als 70 Hunde aus aller Herren Länder ein zu Hause gefunden, weit mehr als 200 Katzen genießen ein gar wundervolles Leben, Hühner, Truthähne, Enten, Gänse, Pferde, Esel – jede(r) Einzelne mit einer Geschichte, welche selbst das verhärtetste Herz im Nu brechen würde, sie alle wohnen in einer selbstverständlichen Eintracht, die ihresgleichen wohl auf allen Kontinenten sucht. Kennen Sie die Jahrhunderte alten Mythen von Hund und Katz, einer Feindschaft bis in den Tod? Vergessen Sie alles, was Sie je darüber gehört haben! Kommen Sie an diesen Ort, und Sie werden ihre Gedanken neu ordnen, Sie werden mehr über die Tiere erfahren als in langjährigen Universitätslehrgängen vermittelt werden könnte. Dutzende Hunde, überall sind Unterstände mit Liegebetten, bevölkern jeden Winkel dieser Konklave der Nächstenliebe, und hunderte Katzen gehen ihre Wege, inmitten der vermeintlichen Todfeinde, umschmeicheln sich gegenseitig, spielen, schlafen, essen, erfreuen sich sichtlich aneinander. Die Katzen leben hier im Himmel, sie haben völligen Freiraum, jede Hindernis verfügt über eine stets geöffnete Katzentüre; sie können in den Wäldern streifen, den Schatten und die Kühle das Hauses aufsuchen, im Winter die Wärme des Kamins nützen, überall gibt es Liegeplätze mit wohligen Decken; ich bin völlig überzeugt, der Schöpfer hat längst ein Auge auf diesen Ort geworfen, nimmt sich Anleihen für sein Katzen- und Hunde-Paradies – welches dann wohl ganz genau so aussehen wird!
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Fam. Selzle’s Nirvana ist ein Alterswohnsitz für Gebrechliche, ist eine Ruhestätte für Geknechtete, ein Sanatorium für Behinderte. Dreibeinige, Lahme, Querschnittgelähmte, Blinde, Taube, Kranke, Uralte – wie wunderschön ist diese Symbiose, wie herzzerreißend die Selbstverständlichkeit des Zusammenlebens von blühendem Leben und Vergänglichkeit. Da ist Fritz, die Last der Jahre hat seine Haupt längst gebeugt, seine Augen haben den Schimmer des Lichtes verloren – doch widerspiegeln sie eine Lebensfreude, eine unsagbare Anmut, eine alles besiegende Würde des Alters. Schumacher ist querschnittgelähmt, aber mit einer selbst unter Gesundesten kaum gekannten Lebensfreude bewegt er seinen ‚Rollstuhl’, eine Konstruktion, die es ihm erlaubt, auf 2 Füßen und 2 Rädern die Welt zu erkunden, in unglaublichem Tempo. Wir könnten diese Liste nun fortsetzen bis sie ein Buch füllt - und genau das sollte jemand machen, es wäre ein Zeugnis des Friedens, ein Plädoyer für das Leben selbst, eine Urkunde für Würde und Liebe – aber keine Worte könnten ausdrücken, was ‚Mensch’ hier empfinden; es ist so, als ob man versuchen würde, das Fallen der Blätter im Herbst zu beschreiben, die unbändige Energie des zu Tale donnernden Wassers eines Gebirgsbaches, das brechende Licht inmitten eines Waldes, wenn letzte Sonnenstrahlen sich ihren Weg durch das Laubwerk bahnen; leider verfügt meine Ausdrucksfähigkeit über viel zu wenig Bandbreite, um die tatsächlichen Empfindungen detailgenau wiederzugeben, welche unsere Herzen beim Betrachten dieser Gemeinschaft beinahe zerspringen lässt – ich fühle mich tatsächlich der Hoffnung beraubt die losgetretenen Gefühle mit Worten zu beschreiben, deshalb beschränke ich mich auf das Wesentliche: hier im Heim von SOS Animali International ist man als Mensch ein Gleicher unter Gleichen, Alte, Junge, Mensch, Hund, Pferd, Katze, die Grenzen verschwimmen fließend; man betrachtet die vielen behinderten Wesen um sich, weiß, unsere Gattung, Homo Sapiens, ist für beinahe alle deren Verletzungen verantwortlich, doch im gleichen Augenblick tröstet der Gedanke wenigstens ein klein wenig, das Angehörige selber Gattung ihre ganze Kraft und Liebe geben, um zumindest die Wunden an deren Seelen zu heilen. Es sind selben Hände, vier Finger und eine Daumen, die alles zerstören, aber andererseits auch unsagbar mitfühlend und zärtlich sein können – Jede(r) kann für sich entscheiden, wie sie eingesetzt werden. Hier im Heim von SOS gesundet der Geist an der täglichen Realität. Hier erfährt man, was alles möglich wäre, würde sich ‚Mensch’ seiner Bestimmung erinnern!
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Wäre dieses Heim nicht schon Aufgabe genug, helfen Helga Selzle und ihr Team auch noch überall dort, wo Tiere leiden. Die Wege von SOS Animali und RespekTiere haben sich übrigens genau deshalb getroffen, weil wir beide in Sarajevo bei Frau Goga helfen; aus dieser Zusammenarbeit ist inzwischen viel Fruchtbares entstanden, so konnten große Mengen von Hilfsgütern gebracht, Hundefutter zur Verfügung gestellt werden; gemeinsam mit Thomas, Helga’s Sohn und neben Helmut, ihrem Mann, die rechter Hand der Projektvorsitzenden, waren wir in der bosnischen Hauptstadt, um dort nach neuen Möglichkeiten für das hiesige Tierheim zu suchen und noch vor dem Winter soll ein weiteres gemeinsames Vorhaben umgesetzt werden (wir werden bald berichten!). Bitte schauen Sie sich die Homepage von SOS Animali an, setzten Sie sich mit der Fam. Selzle in Verbindung, teilen Sie diesen Menschen mit, wie sehr Sie Ihre Arbeit schätzen; und vielleicht ergibt sich einmal die Möglichkeit, einen Sprung dort vorbeizuschauen – man wird sie ebenso herzlichen empfangen wie das bei uns geschehen ist und Sie werden mit eigenen Augen sehen, dass jedes Wort dieses Berichtes genau so wahr ist, wie es niedergeschrieben wurde! Wenn Sie SOS Animali unterstützen wollen, wir können aus tiefstem Herzen versicheren, hier ist jeder Cent ein Bestandteil für eine bessere Welt bedeutet! Es erfüllt uns mit großem Stolz, die Fam. Selzle als Freunde zu wissen! www.sos-animali-international.com – bitte unbedingt ansehen; bitte sehen Sie sich die Bilder an, sie sagen ohnehin mehr als tausend Worte! Wer gerne ein Mail senden möchte, hier die Adressen der Helga, Ihres Lebensgefährten Helmut, oder vom Tom, ihrem Sohn! helga@sos-animali-international.com; helmut@sos-animali-international.com; thomas@sos-animali-international.com Am Nach-Hause-Weg, noch immer in den Gedanken der perfekten Idylle gefangen, werden wir dann leider denkbar viel zu schnell von der Realität des Alltages eingeholt; auf verstopften Straßen passieren wir unzählige Tiertransporter, manche aus 1000 km entfernten Ländern. Wie eine Seifenblase scheint plötzlich der Traum zu platzen, dass ‚Mensch’ doch noch heimkehren könnte ans gemeinsame Lagerfeuer der Schöpfung; zerschundenes, geschändetes Land, unglaubliche Flächen dem immerwährenden Streben nach alles verschlingendem Fortschritt geopfert; ein, völlig egal wie breit auch gebaut, langsam zusammenbrechendes Netzwerk von Autobahnen, hoffnungslos überfüllt von abertausenden PKW’s, düstere Nebelschwaden einer niemals satten Konsumgesellschaft, die die Luft zum Atmen mehr und mehr und schneller und schneller unerträglich und krankheitsbergend verändern. Wie es aussieht, haben wir den Krieg gegen die Natur tatsächlich gewonnen – nur konnten wir scheinbar nie begreifen, dass es sich dabei um eine Auseinandersetzung handelte, in welcher der vermeintliche Sieger letztendlich doch immer nur der Verlieren sein muss…
Den Bericht könnt ihr hier als PDF für euch und Freunde runterladen, ausdrucken oder weiterleiten besuchrespektierebeisos.pdf
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2 Wochen zu Besuch im Tierparadies Cupiloni.
Die Koffer sind gepackt, der Anhänger ist voll mit Futter, Decken usw. Unsere 3 Hunde Roxy, Dolli unsere dreibeinige Sara die wir vor 2 Jahren von Helga holten sind startbereit. Jedes Jahr freuen wir uns schon lange vorher darauf all die Hunde wieder zu sehen die ihre endgültige Heimat im Cupiloni haben und natürlich auch auf die Tiere die neu dort sind und noch auf einen guten Platz warten.
Da ist Diana, die Jagdhündin, die sich liebevoll um alle Hunde und Katzen kümmert. Greta die Hundemama mit ihren beiden Töchtern Bella und Donna die es so genießen, wenn man sich ganz lange Zeit nur für sie nimmt. Lena die alte Schäferhündin die einem mit der Pfote anstupst sobald man mit dem Streicheln aufhört. Ganz besondere Aufmerksamkeit bekommt der alte Fritz von meinem Mann, natürlich wird Wilma die mit Fritz zusammenlebt genauso mit Streicheleinheiten versorgt. Doch da sind dann auch noch die neuen Hunde die das große Glück haben für immer oder bis zur Vermittlung im Tierparadies bleiben zu können. Wie die 3 behinderten Hunde aus Taranto. Sonja diese liebe gutmütige Labradorhündin mit der kaputten Pfote, die sich am liebsten den ganzen Tag den Bauch kraulen lassen würde. Mischa die Hündin mit dem wunderhübschen Gesicht die Probleme mit den Hinterbeinen hat. Am liebsten liegt sie auf der Couch unter einem Sonnendach. Wenn sie dann dazu noch massiert und gestreichelt wird, braucht man ihr nur in die Augen zu schauen und man sieht wie gut sie sich fühlt. Der kleine Schumacher, er ist an beiden Hinterbeinen gelähmt, aber es gibt im ganzen Cupiloni wahrscheinlich keinen Platz den Schumacher trotz seiner Behinderung nicht erreichen würde. Er ist ein kleiner liebenswürdiger Hund mit so viel Lebensfreude. All diese Tiere erfahren zum ersten Mal Liebe und Geborgenheit in ihrem Leben. Und man spürt die harmonische Eintracht zwischen den Hunden und den vielen jungen und alten Katzen. Ich habe noch nie einen ernsthaften Streit zwischen all den Tieren miterlebt. Aber außerhalb dieses Refugiums schaut es für viele Tiere anders in der Toskana aus. Da wir natürlich auch mit unseren eigenen Hunden spazieren gehen entdecken wir immer Verschläge in denen Jagdhunde gehalten werden .Verschläge ist dafür eigentlich noch ein humaner Ausdruck. Wir fanden einen Zwinger mit einem älteren Jagdhund und mit einer ganz jungen Hündin. Sie zitterte am ganzen Körper, sie konnte sich fast nicht auf ihren Beinen halten trotzdem sprang sie den Zwinger rauf und runter. Immer und immer wieder. Als ich mit ihr sprach wurde sie ruhiger und versuchte verzweifelt ihren Kopf und ihre Beine aus dem Gitter zu bringen um wenigstens ein paar Streicheleinheiten zu bekommen. Ich weiß, dass es in der Toskana diese Zwinger gibt, aber den Tieren in ihre Augen zu schauen und nichts machen zu können ist furchtbar. Wie ich mich fühlte als ich wieder ging brauche ich nicht zu schreiben. Die Bilder dieser Hunde werden mich begleiten. Der Abschied von all den lieb gewonnen Tieren im Cupiloni fällt mir immer sehr schwer aber ich nehme in meinem Herzen immer etwas von ihnen mit. Eigenschaften die uns Menschen immer fremder werden: Liebe zu geben ohne dafür etwas zu verlangen, Dankbarkeit, Lebenswillen und Lebensmut.
Ich danke Helga, Helmut, Thomas und all den Helfern von ganzem Herzen für all das was sie den geschundenen Tierseelen jeden Tag aufs Neue an Liebe, Respekt und natürlich auch an medizinischer Versorgung zu kommen lassen.
Roswitha, Rüdiger, Roxy, Dolly und Sara-Mischka
„Auf dem Grunde der Tieraugen leuchtet ein schwaches Licht der Traurigkeit, das mich mit einer derartigen Liebe erfüllt, dass mein Herz sich wie eine Zufluchtsstätte für den Schmerz aller Geschöpfe öffnet.“ - Francis James -
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Erfahrungsbericht als freiwillige Helferin bei SOS ANIMALI im Sommer 2006
Im Sommer 2006 war ich bei SOS Animali International in Italien. Ich habe dort zwei Wochen meiner Schulferien verbracht als freiwillige Helferin und um den Verein vor Ort selbst kennen zu lernen.
Am 10. Juli kam ich dann nach einer anstrengenden Reise in Italien an, ich wurde sofort nett von den anderen Helfern und Helferinnen empfangen, auch wenn kein einziger von ihnen eine gemeinsame Sprache mit mir gesprochen hat. Ich habe erst einmal die Tiere am Tierhaus Cupiloni kennen gelernt. Als wir zum Tor kamen, rannten schon viele Hunde zur freudigen Begrüßung zu mir.
Ich war froh, dass ich so gut aufgenommen wurde, war aber auch beeindruckt von dem alten Bauernhaus Cupiloni und dem großen Gelände auf dem sich alle Hunde und Katzen frei bewegen können und immer auch ins Haus kommen wann sie wollen. Den nicht so katzenfrommen Hunden stehen großzügige Ausläufe und Hütten zur Verfügung. Dabei war es nicht nur schön zu sehen, dass sich wirklich alle Hunde wunderbar untereinander vertragen, selbst die Hunde und Katzen leben friedlich miteinander. Für die meisten Tiere, die vorher gar kein oder ein ziemlich mieses Heim hatten, muss das Leben am Cupiloni wirklich wie ein Paradies sein.
Während meiner Zeit in der Toscana habe ich auch die Tiere am Haus von Helga und Helmut kennen gelernt, genauso reich an der Zahl wie im Cupiloni, die Pferde, den Esel, die Katzen, die an verschiedenen Stellen ihre Unterkünfte haben und nicht zu vergessen, die Kleintiere. Helga Selzle ist sicherlich eine Frau, deren besonderes Engagement für die Tiere vieles überschreitet, was sich die meisten nur vorstellen.
Die Aufteilung der Arbeiten unter den Helfern war wirklich gut, jeder hat seine festen Hunde für die Spaziergänge, morgens kommt Helga ans Cupiloni, um die Aufgaben für den Tag zu besprechen, aber als Helfer muss man natürlich auch selber mal schauen, was es zu tun gibt – und das gibt es bei so vielen Tieren natürlich immer. Morgens der lange Spaziergang, tagsüber sauber machen, aufräumen – man muss als Helfer auch mal ein Häufchen weg machen können, bürsten, füttern, sich um die Welpen oder Neuankömmlinge kümmern, die natürlich etwas mehr Aufmerksamkeit brauchen. Oder einfach nur mit den Tieren spielen, sie streicheln und sie lieb haben, darüber freuen sie sich natürlich immer, ganz besonders die alten Hunde, die Schmusebacken! Gut ist es natürlich auch, wenn man als Helfer einen Führerschein hat, um Fahrten, z.B. zum Tierarzt, zu erledigen, aber damit konnte ich leider (noch) nicht dienen, weil ich noch nicht volljährig bin. Obwohl alle nett waren und mir gern bei Fragen weiter geholfen haben, hat natürlich niemand den ganzen Tag für einen Zeit, da muss man auch selbstständig sein. Für einen Helfer bei SOS ANIMALI gibt es also immer etwas Sinnvolles zu tun, auch wegen der vielen alten und behinderten Tiere, die dort ihren Lebensabend verbringen dürfen. Besonders toll finde ich daran, wie selbstverständlich es bei SOS ANIMALI ist, dass auch die alten und behinderten Tiere dort leben dürfen und liebevoll gepflegt werden – was ja leider nicht überall selbstverständlich ist!
Nach einiger Zeit am Cupiloni hatte auch ich meine „Schätzchen“ unter den Hunden, die mir besonders ans Herz gewachsen sind, obwohl natürlich alle Tiere super lieb und liebenswürdig sind! Zwei Hunde haben sich mir besonders angeschlossen und sind mir den ganzen Tag gefolgt – auch ins Bett. Einige von den Hunden, die mit mir besonders am Herzen lagen, sind zum Glück schon vermittelt, nur die alten Nonna und der alte Fred nicht, aber die beiden werden wohl ihren Lebensabend am Cupiloni verbringen. Deswegen habe ich jetzt eine Patenschaft für den Fred übernommen.
Nach zwei Wochen Italien bin ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge wieder gefahren: einerseits weiß ich ja, dass es die Tiere bei SOS ANIMALI endlich gut haben, andererseits hätte ich sie am liebsten alle mit nach Hause genommen. Von einigen viel mir der Abschied besonders schwer, als ich hinter mir das Tor zum Cupiloni zu gemacht habe und den Weg hoch gegangen bin …
Ich werde bestimmt wieder zum Helfen zu SOS ANIMALI fahren, aber dann etwas länger, denn es ist wirklich sinnvoll mehr Zeit mitzubringen als nur zwei Wochen. Vielleicht kann ich ja auch von dort eines Tages einen Hund zu meinem, leider nicht ganz einfachen, ehemaligen Tierheimhund dazu adoptieren, aber jetzt erst mal bin ich Patin für den lieben Fred.
Aber jeder kann helfen, zumindest durch eine Geldspende, den SOS ANIMALI ist wirklich ein toller Verein, den zu unterstützen es sich wirklich lohnt (für die Tiere)!!!
Samira Denker
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