Das schreibt unser Freund, Dr. Roland Eichler zum bevorstehenden Weihnachtsfest und er spricht uns mit seinen Gedanken aus dem Herzen!
„Weihnachten steht vor der Tür, überall Betriebsamkeit, überall wird über das schöne Fest gesprochen, alle sind in Erwartung eines schönen Festes… mir jedoch gehen andere Bilder durch den Kopf:
Ich sehe vor mir Hundemammas, die verzweifelt einen Unterschlupf für ihre erfrierenden Welpen suchen, ich sehe Kettenhunde, die die 1000.ste Runde um „ihren“ Baum drehen, um nicht zu erfrieren, ich sehe abgemagerte und verhungernde Strassenhunde, die stören und verjagt werden, um die „Idylle“ des Menschen nicht zu stören, ich sehe Hunde in schrecklichen Hunde-KZ's, traurig und allein, krank und verletzt, halb verhungert und frierend, nach Wärme und Liebe lechzend, ich sehe ausgesetzte Hunde, die einmal ein Zuhause hatten und nun in den Frost, in den Strassenverkehr geworfen wurden und nicht zurecht kommen können mit den schlimmen Bedingungen, ich sehe so viel Leid, so viel Ungerechtigkeit und soviel Herzlosigkeit gegenüber unseren Mitgeschöpfen, gegenüber vielen, vielen Tieren auf der ganzen Welt. Deshalb fällt es mir schwer, „frohe“ Weihnachten zu wünschen.“
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EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE, NICHT GERADE FRÖHLICH, ABER DOCH MIT VIEL GRÜN = HOFFNUNG UND EINEM ROTEN HERZEN = VIEL LIEBE….
LIEBE FREUNDE, die Ihr die Tiere von ganzem Herzen liebt und nur das Beste für sie wollt – viele von Euch wissen durch Internet, Fernsehen, Zeitungsberichte, wie schlimm die Situation der Tiere in GANZ ITALIEN ist. Bilder, die wir Euch heute ersparen wollen, sind um die ganze Welt gegangen, viele Menschen sagen erschüttert „das haben wir nicht gewusst“ – und ebenso viele wollen wissen, was man tun kann, um die Situation der armen Tiere zu verbessern. Und keiner von uns, der Tiere hat, der sie hält wie ein geliebtes Familienmitglied, kann verstehen, WARUM gerade hier, im Nachbarland von Deutschland, im beliebten Urlaubsland der Deutschen mit den Tieren so roh und verantwortungslos umgegangen wird. Ja, Ihr habt es bis jetzt nicht wissen können, denn wenn man die Sprache nicht spricht, nicht den Zugang zu Bauernhöfen, verlassenen Garagen und abgelegenen, gut getarnten Verliesen hat, in Jagdzeiten keinen Urlaub macht, noch nie einen Hinweis auf ein Tierheim gesehen hat, geschweige denn einen Besuch dort gemacht hat – dann sieht man in vielen Regionen KEIN TIERLEID, wie z.B. bei uns in der Toscana – und trifft nur weiter im Süden auf die Strassenhunde. Noch vor Jahren war es so, dass die südlichen Strassenhunde von den Menschen geduldete, ja sogar versorgte „semi randagi“ waren, also „Halbwilde“, denn es gab immer einen oder mehrere Tierfreunde, die sich um „ihre“ Gruppen kümmerten. Wir sind fast 18 Jahre ohne Unterbrechung hier, sorgen für Tiere, die ausgesetzt, nicht mehr gewollt sind, deren Halter aus den bekannten Gründen sich ihrer Tiere entledigen wollen – nehmen im besonderen Tiere auf, die krank sind, die niemand will, die sterben müssen, die ein Handicap haben. In den letzten Jahren, geht es in diesem Land mit der Tierliebe stetig bergab. Die Wirtschaft liegt im Argen, viele Bauernhöfe wurden mit Hilfe von Staatskrediten umfunktioniert zu Agritourismen, sie erhoffen sich das grosse Geld der Urlauber – und die störenden Tiere müssen verschwinden. Das Schlimmste aber ist, dass der GESETZGEBER JEDEM, der ein Stück Land hat und über Beziehungen verfügt zur Vergabe von Genehmigungen auf der Gemeinde, JEDEM, der auf dem Rücken der Tiere Geld, viel Geld verdienen will, die Möglichkeit einräumt, ein canile aufzumachen. Dagegen wäre nichts einzuwenden, würde dieser sogenannte „Unternehmer“ wirklich etwas unternehmen, damit es den Tieren besser geht. Nein, der Betreiber riecht den Duft des Geldes, sammelt Tiere wie Briefmarken, stopft sie – gegen das geltende Gesetz – zu viert, zu fünft in enge Zementboxen, füttert mangelhaft bis schlecht und auch gar nicht, Kranke werden nicht medikamentiert und zur Versorgung von 300, 500, 800 und mehr als 1000 Tieren gibt es oftmals zwei, drei Leute die mehr als widerwillig ihren Job tun. Niemand kontrolliert ein solches Tun – denn niemand will sich den eigenen lukrativen Ast absägen. Viele Petitionen der letzten Zeit richten sich GEGEN DIE LAGER in Italien, fordern eine Änderung der Gesetze. Gleichzeitig aber können für die vielen, vielen Tiere, die manchmal seit Welpenalter in einem solchen Lager sind, keine LÖSUNGEN angeboten werden. Eine Möglichkeit, den Hunden das Leben im Lager zu ersparen, ist die Kastration und das Wiederaussetzen an ihren angestammten Plätzen. Die Kastration MUSS von den Amtstierärzten gemacht werden. Diese jedoch DENKEN NICHT DARAN, die Kastrationen zügig und erfolgreich durch zu führen – zwei in der Woche, das ist das Angebot, um aufgebrachte Menschen, die das Gute für die Tiere auch hier wollen, zu beruhigen. ES BLEIBT FRAGLICH, OB DER GESETZGEBER DEM DRUCK VON TAUSENDEN VON UNTERSCHRIFTEN NACHGIBT UND EINE BESSERE LÖSUNG FÜR DIE TIERE ANSTREBT. FRAGLICH DESHALB, WEIL ALLE STRUKTUREN MAFIOS SIND.
WAS ALSO KÖNNEN WIR TUN, UM DEN TIEREN WIRKLICH ZU HELFEN???
Wir von SOS ANIMALI – vereint mit einer Anzahl von braven, aber armen Tierschützern in Italien - lassen die auf den Strassen herum irrenden Hunde, diejenigen, die nicht mehr gewollt sind, derer man sich unter allen Umständen entledigen will, GAR NICHT ERST IN DIE LAGER KOMMEN!! Sie werden aufgenommen, versorgt, behandelt, lernen Liebe und Fürsorge kennen. Alte, Kranke, Gehandicapte bleiben bei uns – auch für sie gibt es dann und wann einen PATEN oder sogar einen glücklichen ENDPLATZ. In den Lagern versuchen wir die starren Strukturen aufzuweichen, wir holen immer wieder alte und kranke Hunde aus den canili, wir geben Futtermittel und Hütten – nicht, um dem Unternehmer einen Gefallen zu tun – ABER WAS KÖNNEN DIE HUNDE DAFÜR?? Es ist unser GROSSER UND EINZIGER Weihnachtswunsch, dass Ihr uns auch im Neuen Jahr bei dieser SCHWEREN Aufgabe unterstützt. Schwer deshalb, weil es keine deutschen Tierschützer gibt, die auf diese umfängliche Weise wie wir arbeiten. Unser gesamtes Leben, Denken, Arbeiten und Streben gilt EINZIG UND ALLEIN DEM WOHLERGEHEN DER TIERE. Wer die Tiere liebt, kann ihnen auf vielfältige Weise helfen – wenn jemand so an der Basis arbeiten will, wie wir, das verlangt absolute OPFERBEREITSCHAFT, man muss den TIEREN DIENEN wollen , sein EIGENES LEBEN HINTAN STELLEN, DEMÜTIG SEIN UND DANKBAR, DASS MAN DIE MÖGLICHKEIT BEKOMMEN HAT, AUF DIESE WEISE FÜR DIE TIERE DA SEIN ZU DÜRFEN. Wir sind ein kleiner, aber sehr, sehr aktiver Verein, uns lässt kein Schicksal kalt, unsere Türen sind immer offen für jedes TIER, das nirgendwo anders Aufnahme findet!
WENN HUNDEAUGEN SPRECHEN… UND KATZEN ZUFRIEDEN SCHNURREN…..
Die Triebfeder, das alles zu leisten, ist die Kraft, die wir bekommen, nicht zuletzt durch Gottes Hilfe, aber auch durch Eure Unterstützung. Wenn die Spenden weiterhin so zurück gehen, wie im Jahr 2009 ist unser LEBENSWERK infrage gestellt. Unser Dank ist euch gewiss – und wir bekommen hundertfach danke gesagt aus leuchtenden Hundeaugen und zufriedenen samtigen Schnurrbart-Trägern.
GESEGNETE WEIHNACHT das wünschen Euch von Herzen Helga, Helmut und Thomas
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